Ausgewählte Artikel dieser Ausgabe

Der Raum füllt sich. Es hat sich herumgesprochen im Lager.
Erst kommen die jungen Männer, die Iraker, Afghanen, Iraner; irgendwann gleicht der Saal der Cafeteria einem dicht gedrängten Mikrokosmos aller Hautfarben und vieler Nationalitäten. Musik schallt aus dem CD-Player, dazu freundliches Stimmengewirr, das Klicken des Tischtennisballs und des Tischkickers. [mehr]

Seit gut zwei Jahren besuche ich regelmäßig ein- bis zweimal die Woche die Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge (GU), um mit den AsylbewerberInnen zu reden, Tee zu trinken, zuzuhören... Bedingt durch äußere Umstände musste ich eine Pause einlegen und so war ich kürzlich zum ersten Mal seit fast drei Monaten wieder in der „Teestube“. [mehr]

Traumatisierte Flüchtlinge berichten

Oft ist es die Tasse Tee mit ganz viel Zucker, die meine Patienten irgendwann entspannt in den Händen bewegen, die zunächst hilft. Hilft, um in stockenden Worten über ihr Leid oder ihre derzeitige belastende Situation zu berichten. Neben mir liegt das dicke gelbe Wörterbuch, aber ich benutze es selten, denn im Gespräch ist das hinderlich. Viel wichtiger ist, dass mein Gegenüber verstanden hat, dass ich unter Schweigepflicht stehe. [mehr]

Das Sozialministerium spricht von nur 1,6% Asylanerkennung - dabei erhalten 33,8% Schutz in Deutschland.

Im Rahmen der Debatte zur Situation von Flüchtlingen in Bayern operiert das Bayerische Sozialministerium mit ungenauen Zahlen und unterfüttert damit die gefährliche Mär vom „Asylmissbrauch“.  Laut Online-Auftritt des Ministeriums handelt es sich um „0,3 % Anerkennungsquote für Asylbewerber in Bayern; 1,6 % für Gesamtdeutschland im Jahr 2009“. Faktisch erhalten jedoch 33,8% der Antragssteller in Deutschland Schutz über das Asylverfahren – hinzu kommt eine unbekannte Zahl von Anerkennungen über nachgeordnete Gerichtsverfahren. [mehr]

Heimfocus N°5 - 04/2011